Für Dritte gefährliche Hobbies im Vergleich – hier am Beispiel Hundebesitz versus Waffenbesitz
30. Juli 2009 | Von ms | Kategorie: Artikel zum Thema, Fakten zum WaffenbesitzAchtung: An Hand von amtlichen Statistiken soll dieser Beitrag verdeutlichen, wie verlogen die Debatten der Politiker und die Argumentation der Ideologen im Hinblick auf das Waffenrecht ist. Er ist keinesfalls dazu gedacht Hundebesitzer in Misskredit zu bringen – einer der Autoren ist selbst begeisterter Hundebesitzer und jagdlicher Hundeführer.
Wenn man es genauer betrachtet, dann ist Schießen in der Tat kein Hobby, das man unbedingt betreiben muß. Und wenn doch, dann reicht auch wirklich die Luftpistole oder das Luftgewehr.
Aber wie ist es mit den Hunden bestellt? Wenn man es genauer betrachtet, dann ist dies kein Hobby, welches man unbedingt betreiben muß. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen (Blindenhunde, Rettungshunde, Diensthunde) könnte man den Besitz von Hunden über 20 cm Schulterhöhe innerhalb der nächsten 15 Jahre (Lebensalter eines Hundes) verbieten. Auch hier geht es sicher eine Nummer kleiner. Selbstschutz ist auch kein Argument, denn im Gegensatz zur Waffe ist der Hund nicht zu 100% durch den Besitzer kontrollierbar.
Innerhalb der letzten 10 Jahre kamen durch Schoolshootings in Deutschland 41 Menschen ums Leben – Quelle. Das macht einen jährlichen Durchschnitt von 4,1 Menschenleben aus.
Durch Hundebisse sterben jährlich fast genausoviele Menschen. Nämlich nach Angaben des statistischen Bundesamtes 3,9 im Durchschnitt – Quelle.
Genaue Statistiken zur Anzahl an Bißverletzungen und deren Schwere gibt es nicht. Aber man geht von ca. 10000 Fällen bis zu 50000 Fällen pro Jahr aus – Quelle.
Durch unseren Sport werden jährlich ganz sicher nicht zwischen 10.000 und 50.000 Menschen verletzt.
Es wäre doch daher an der Zeit, den privaten Hundebesitz zu verbieten, oder?
Wer aber fordert dies? Außer ein paar Ideologen und Zeitgenossen mit einer diesbezüglichen Phobie (das ist eine psychische Krankheit, genauso wie eine Spinnen- oder Waffenphobie) wird dies kein vernünftiger Mensch mit einem gesunden Menschenverstand und Urteilsvermögen fordern. Hinsichtlich den Debatten um das Waffenrecht kann man den Eindruck bekommen, daß gesunder Menschenverstand und Urteilsvermögen bei den Waffengegnern de facto nicht vorhanden sind, oder, wie bei den Politikern reinem Kalkül um Stimmen und Macht weichen mussten.
Da sind wir doch schon wieder beim Thema (Lobbyarbeit und suggerierte Mehrheiten). Wenn es um Wählerstimmen über die Vermittlung vermein-tlicher Sicherheit geht, wird der Verstand und Sachlichkeit ausgebelendet.
Statistisch sterben weltweit mehr Menschen durch herabfallende Kokos-nüsse als durch Haiangriffe. Hier wird auch suggeriert, daß Haie nichts anderes im Sinn haben, als Menschen anzugreifen, um sie zu töten. Dieses falsche Bild der Haie schwirrt deshalb in den Köpfen der meisten Menschen herum. Wer aber beschützt die Menschen vor aggresiven Kokosnüssen?
Andreas Jeckel