Offener Brief an die evangelischen Kirchengemeinden
27. August 2009 | Von mp | Kategorie: Aktuelles, ÖffentlichkeitsarbeitSehr geehrte Damen und Herren!
Als bekennende Christen, Jäger und Sportschützen nehmen wir den angehängten Brief des Oberkirchenrates, der Ihnen sicherlich bekannt ist, mit Unverständnis und Befremdung zur Kenntnis.
Was hier passiert wird durch einige wenige, im irdischen Dasein bedauerlicherweise schwer getroffene, Menschen als Rachefeldzug veranstaltet und hat jeden Sinn, Bezug und jede Bodenhaftung…… verloren. Teilweise, insbesondere zu Anfang, kann man die Vorgehensweise und die Argumentation auf Grund Trauer und Schmerz noch nachvollziehen. Mittlerweile haben aber nicht nur wir verstärkt den Eindruck, dass seitens des Aktionsbündnisses versucht wird das, zur Trauerbewältigung gesetzte, Ziel zwanghaft, selbst durch bewusste Lügen, Falschdarstellungen, Verleumdungen, Inszenierungen und Mitleid, zu erreichen. Es ist dem Bündnis nicht nur schlichtweg egal, dass man über zwei Millionen Menschen aus allen Bevölkerungsschichten grundlos verdächtigt, verfolgt und anprangert, nein, man möchte diese Menschen auch letzten Endes noch enteignen.
Wir hätten nie geglaubt, dass ein Teil der evangelische Kirche so eine Ungeheuerlichkeit zulässt oder schlimmer noch, hier auch noch Unterstützung leistet. Bitte fragen Sie sich einmal, ob diese Vorgehensweise, die seitens des Oberkirchenrates ohne jegliche Wahrheitsprüfung oder genauerer Hintergrundrecherche gestützt wird, nicht gegen eines der zehn Gebote, nämlich das achte, verstößt…..
Wir haben den Oberkirchenrat angeschrieben und hoffen, dass hier schleunigst ein Umdenken und eine Kurskorrektur statt findet und man sich wieder Dingen zuwendet, von denen man etwas versteht und die vor allem eher dazu geeignet sind solche furchbaren Dinge, wie sie in Winnenden passiert sind, zu verhindern. Gleichzeitig erwarten wir vom Oberkirchenrat, dass er sich besser informiert und vor allem nicht nur eine Seite hört, bevor es zu einem solchen, mehr als zwei Millionen Menschen betreffenden und diffamierenden, Aufruf kommt.
Taten wie in Winnenden oder in Erfurt lassen sich nicht, und darin sind sich fast alle Wissenschaftler und Kriminologen einig, durch banale Forderungen wie einem Waffen-, Film-, Spiele- oder sonstigen Verbot verhindern. Die einzige Möglichkeit ist, unserer Jugend wieder wahre Werte nahe zu bringen, was aber gleichzeitig bedeutet hier als gutes Beispiel voran zu gehen. Unabhängig ob man Christ ist oder nicht, wäre die Ausrichtung des eigenen Handelns auf die zehn Gebote die beste Grundlage für ein lebenswertes Miteinander. Hierauf basieren doch einzig und allein Werte wie Ehrlichkeit, Verantwortung, Anstand, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Freundschaft, Liebe und vor allem die Freude am Leben.
Unser christlicher Glaube, zu dem wir uns bekennen, steht in keinster Weise im Widerspruch zur Ausübung des Schießsports, zur Jagd und dem damit verbundenen Recht auf Waffenbesitz.
Deshalb bitten wir Sie: Beteiligen Sie sich nicht an dieser einseitigen, unüberlegten und unausgewogenen Aktion und unterzeichnen Sie die Petition nicht.
Bei Fragen zur Jagd, zum Schiesssport oder zum Waffenbesitz als solchem, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Wir beantworten Ihnen diese nur an Hand von nachprüfbaren Fakten und zeigen Ihnen die bereits jetzt in Deutschland bestehenden, im weltweiten Vergleich strengsten, Anforderungen auf.
Beste Grüße, Markus & Bettina Präg