SPD Kandidat fordert Entschuldigung
21. September 2009 | Von admin | Kategorie: ÖffentlichkeitsarbeitSehr geehrter Herr Präg,
ich durchsuchte gerade die Homepage badische-zeitung.de zu unseren Bundestagskandidatinnen und Kandidaten und stieß dabei auf einen offenen Brief von ihnen an Jana Zirra. In diesem setzen sie die Verfolgung der…. Juden, Sinti, Roma und weiterer Minderheiten mit der politischen Debatte über eine Verschärfung des Waffenrechts gleich.
Da ich (auch ein Mitglied der SPD) selbst aus einer Familie komme, in der man zur Jagd geht wird auch bei uns darüber gesprochen. Ich denke nicht, dass man von einer Hetze gegen Waffenträger sprechen kann, und falls man das doch tut diese auf gar keinen Fall mit dem rassistischen Verfolgungswahn der Nationalsozialisten gleichzusetzen ist.
Deshalb bitte ich sie diesen offenen Brief an Frau Zirra abzuändern und eine Entschuldigung für diesen Vergleich zu publizieren.
Mit freundlichen Grüßen,
Julian Wiedmann

Guten Tag Herr Wiedmann!
Sie sind, gemäß Ihrem Schreiben, nicht der Meinung, daß man von einer Hetze gegen Waffenträger sprechen kann. Die allermeisten Betroffenen sind hierbei komplett gegenteiliger Auffassung.
Der verwendete Ausdruck „Waffenträger“ zeigt eindeutig, daß Sie, ebenso wie die meisten Ihrer Parteigenossinnen und –genossen, vom Waffenrecht und somit auch von den Zusammenhängen keinerlei Ahnung haben. Trotzdem fordert auch die SPD permanent Gesetzesverschärfungen bis hin zu Totalverbot und Enteignung und damit eine Diskriminierung von ca. drei Millionen Bürgerinnen und Bürgern. Nicht vorhandenes Wissen, aber auch die bewusste Ausnutzung des Massenmords (KEIN Amoklauf!) in Winnenden um vermeintliche politische Handlungsfähigkeit und Kompetenz zu zeigen, konnte ich auch in vielen Gesprächen mit Politikern, insbesondere im linken Bereich feststellen.
Wissen kann man sich aneignen (wenn man gewillt ist), aber die Ausnutzung, ja sogar noch die Inszenierungen um ein solches Verbrechen zur Erreichung politischer Ziele ist unanständig und in höchstem Maße menschenverachtend.
Bei meinen vielen Gesprächen gab es aber auch Menschen die mich beeindruckt haben, auch in Ihrer Partei. Einer davon war Dieter Wiefelspütz. Das auf 30 Minuten angesetzte Gespräch dauerte letztendlich fast eineinhalb Stunden. Es war ein sehr angenehmes, von Aufrichtigkeit und vor allem von Anstand und Respekt in Form von gegenseitigem Reden und Zuhören geprägtes Gespräch mit dem gemeinsamen Willen der sachlichen und objektiven Auseinandersetzung. Auch das Gespräch mit Jana Zirra kann man fast ähnlich bewerten, wobei leider die Zeit bei ihr sehr knapp bemessen war.
Ihr Schreiben ist sachlich und anständig und nur so kann man, auch bei offensichtlicher, unterschiedlicher Auffassung, offen und vernünftig diskutieren. Deshalb biete ich auch Ihnen ein Gespräch an, in dem ich Ihnen gerne an Hand von Fakten und Ihrem eigenen Parteiprogramm aufzeige, warum wir von einer Hetze sprechen. Ebenso will ich gerne versuchen Ihnen die Unsinnigkeit vieler politischer Forderungen zu erklären, die nicht zu mehr Sicherheit, aber zu einer Diskriminierung und Kriminalisierung von drei Millionen Bürgern führen und wodurch wieder ein Stück mehr Freiheit verloren geht.
Ihrem Wunsch nach einer Abänderung meines offenen Briefes kann ich aus den genannten Gründen nicht entsprechen und für eine Entschuldigung sehe ich, solange die Verbotsforderung Ihre Partei bestehen bleiben und Sie uns Waffenbesitzer wider besseren, oder mangels vorhandenen Wissens als Sicherheitsproblem behandeln und teilweise sogar so bezeichnen, keinerlei Anlass.
Fakten, Aktuelle Entwicklungen, Kommentare und auch diesen Schriftverkehr finden Sie ohne lange zu suchen auch auf unserer Webseite unter http://www.gkd-ev.de
–
Beste Grüsse,
Markus Präg
Vorstand Gross-Kaliber-Dreiländereck e.V.
IPSC-Schützenverein mit Sitz in Lörrach
Sehr geehrter Herr Präg,
danke für ihre schnelle Antwort.
Selbstverständlich geht es mir nicht darum sie in ihrer politischen Forderung zu behindern. Mir geht es ausschließlich um folgenden Vergleich:
“Trotzdem betreiben einige Politiker – viele nur aus wahltaktischen Gründen – eine unbeschreibliche Hetz- und Verleumdungskampagne, die es gegen einen ganzen Bevölkerungsteil zuletzt vor 70 Jahren gab.”
Ich denke, dass sie sich zum einen mit selbigem selber Steine in den Weg legen, aber auch, dass man den politischen Diskurs der um die WaffG Debatte geführt in keinem Fall mit der Situation im dritten Reich vergleichen kann.
Als Historiker sehe ich mich dazu aufgefordert, sie darum zu bitten diese Passage zu entfernen. Inhaltlich ändert sich damit nichts an ihren Forderungen.
Ich möchte noch anmerken, dass der Großteil meiner Familie Mitglied im Forum Waffenrecht ist und ich dazu eine eigene Meinung unabhänig von meiner Partei habe.
Mit freundlichen Grüßen
Julian Wiedmann
Sehr geehrter Herr Wiedmann,
ich bin über die Homepage http://www.gkd-ev.de auf Ihren Brief an Herrn Markus
Präg gestoßen, in welchem Sie von ihm fordern, sich bei Frau Jana Zirra zu
entschuldigen.
Zunächst kann ich Ihnen mitteilen, dass ich von Frau Zirra – zusammen mit Herrn
Präg – zu einem Gespräch eingeladen worden war, welches in sehr angenehmer
Atmosphäre verlaufen ist.
Es wundert mich, dass Sie nicht wahrgenommen haben, dass in der Tat Hetz- und
Verleumdungskampagnen (vor allen Dingen im Fernsehen und sogar in ARD und ZDF)
gegen die Schützen und Jäger initiiert wurden. Halbwahrheiten und Lügen wurden
und werden nach wie vor verbreitet.
Wie Sie sicherlich wissen, gestaltete sich die Verfolgung von Juden, Sinti und
Roma, sowie anderen Minderheiten in mehreren Phasen. Erst die letzte Phase war
die Vernichtung. Die erste Phase dagegen begann mit Boykottaktionen und
Schmähungen. Ein Sündenbock für das Elend der Deutschen war gefunden worden.
Diese erste Phase ist durchaus mit den heutigen Verleumdungs- und Hetzkampagnen
gegen die Waffenbesitzer vergleichbar, denn “ein Sündenbock wurde gefunden”,
“staatliche Restriktionen folgten” (unmittelbar und ohne sachliche Grundlage)
und in den Medien wurde “massiv gegen die Schützen und Jäger gewettert”. Hierbei
wurden in “allen” mir bekannten Fällen auch Märchen und Lügen verbreitet, um die
Schützen und Jäger gezielt in Misskredit zu bringen. Herr Präg verglich die
heutigen Ereignisse auch klar mit den Ereignissen der Phase 1, denn er sprach
“von vor 70 Jahren”, also dem Jahr 1939.
Ein ebenfalls bei diesem Gespräch mit Frau Zirra anwesender Terrorexperte
jüdischen Glaubens hatte übrigens mit diesem Vergleich überhaupt kein Problem,
denn nach dem Gespräch mit Frau Zirra saßen wir “drei Eingeladenen” noch eine
ganze Weile friedlich diskutierend bei Kaffee und Kuchen in der Fußgängerzone
Lörrachs zusammen.
Gerne würde ich übrigens Frau Zirra meine Stimme geben, ich kann aber leider
keine Vorschusslorbeeren verteilen. Ich werde aber Ihre politische Arbeit in den
nächsten 4 Jahren intensiv verfolgen und dann entscheiden, ob ich ihr meine
Stimme in 4 Jahren geben kann. Voraussetzung hierfür ist jedoch neben einer
vernünftigen und sachbezogenen Waffenrechtspolitik, dass die SPD auf Bundes-,
wie auch auf Landesebene die Zusammenarbeit mit den LINKEN ausschliesst, denn
die LINKEN rekrutieren sich auch aus vielen ehemaligen SED-Kadern.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Danner
Guten Tag Herr Wiedmann!
Zeitgleich mit meiner Antwortabsicht erhielt ich das Mail von Michael Danner in Kopie (welches ich am Schluss dieser Mail zur Information meines Verteilers angehängt habe) . Er hat darin bereits alles ausgeführt, was auch ich Ihnen schreiben wollte.
Dass Sie als Historiker auf meinen Vergleich abheben vereinfacht die Antwort, denn von Ihnen kann ich dann erwarten, daß Sie die unterschiedlichen Phasen der damaligen Zeit kennen.
Wenn ich heute die Äusserungen von Ihrem Parteimitglied und Bundestagskandidaten Scheer (Waiblingen) in Bezug auf das Waffenrecht lese, in dem er eine weitere Verschärfung bzw. ein Totalverbot von Waffen in privaten Haushalten fordert und dies mit Bezug auf den Amoklauf in Ansbach begründet, ist dieser Vergleich mehr als gerechtfertigt und ebenso der Boykott Ihrer Partei bei der jetzigen Wahl.
Zitat Herr Scheer:
„In Deutschland dürfen Privatleute keine Waffen im Haus haben. Wir müssen das schlicht und einfach verbieten. Die Geschehnisse von Ansbach zeigen doch, dass ein Amokläufer ohne Zugang zu Schusswaffen rechtzeitig von der Polizei gestoppt werden kann. Sie kann leichter eingreifen, das Risiko für die Beamten ist etwas geringer.“
Lieber Herr Wiedmann, diese Aussage ist an Dreistigkeit und Unverschämtheit nicht mehr zu überbieten. Auch hier wird wieder versucht der Bevölkerung zu suggerieren, daß jeder Waffenbesitzer ein potentieller Mörder und eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt.
Diese Argumentation, die von Ihrer Partei massiv unterstützt wird – siehe Parteiprogramm und Aussagen Ihrer Spitzenpolitiker – ist, vergleicht man diese mit der Straftatentwicklung in Deutschland gerade zu ein Hohn und ein politischer Offenbarungseid. Wegen eines einzelnen Falles wird hier Stimmung gegen etwa drei Millionen Menschen gemacht und diese, zur vermeintlichen Erreichung politischer Ziele, unter Generalverdacht gestellt (=Hetze).
Betrachten wir diese Sache nun einmal noch unter einem anderen Gesichtspunkt, dem der Selbstverteidigung, für viele ein absolutes Tabuthema. Hier muss die Frage erlaubt sein, wa Ihre Partei oder diejenigen insgesamt, die ein totales Waffenverbot fordern, gegen Fälle wie jüngst in München tun. Der Staat reklamiert für sich ein Gewaltmonopol und verspricht im Gegenzug die Bevölkerung zu schützen. Wo bitte bleibt denn dieser Schutz? Unsere Politiker schwafeln von mangelnder Zivilcourage und fehlendem Verantwortungsbewusstsein und fordern die Bürger dazu auf nicht weg zu sehen. Was passiert, wenn man so handelt und man mit nichts, als der „nackten Zivilcourage“ vor mehreren trainierten Schlägern, Messerstechern oder bewaffneten Verbrechern steht, hat nicht nur München ganz klar und eindeutig gezeigt.
In diesem Zusammenhang wüsste ich gerne, was Sie gegen die illegalen Waffen tun, die im Gegensatz zu den legalen Waffen zu 99,9% an Straftaten beteiligt sind.
Was die Wahl betrifft wird die SPD, selbst bei ggf. hervorragenden Kandidaten vor Ort, empfindlich Stimmen verlieren, solange Sie eine solche Hetze mit trägt und beim Waffenrecht obrigkeitsstaatlich handelt. Eine solche Partei kann auch in anderen Politikfeldern nicht im Sinne eines freiheitlichen Rechtsstaates agieren.
Für mich persönlich kommt hinzu, daß ich niemals eine Partei wählen werde, die sich nicht ganz klar, eindeutig und verlässlich von Rechtsextremen UND von Linksextremen distanziert. Zu den letzteren gehören für mich die Kommunisten, bei uns auch „Die Linke“ genannt, mit denen Ihre Partei, statt sich zu distanzieren, offensichtlich immer mehr liebäugelt.
Beste Grüße,
Markus Präg
Sehr geehrter Herr Präg, sehr geehrter Herr Danner,
ich verstehe nicht warum ich von ihnen beiden Ellenlange Nachrichten zu dem Thema WaffG bekomme, obwohl ich bereits in einer vorhergehenden Email geschrieben habe, dass ich mich inhaltlich in keinster Weise äußere.
Ich hatte sie darauf hingewiesen in ihrem offenen Brief einen Vergleich genutzt zu haben, der nicht haltbar ist und auch ethisch unvertretbar ist.
Der Vergleich: “Trotzdem betreiben einige Politiker – viele nur aus wahltaktischen Gründen – eine unbeschreibliche Hetz- und Verleumdungskampagne, die es gegen einen ganzen Bevölkerungsteil zuletzt vor 70 Jahren gab” drückt aus, dass die von ihnen beschriebene Hetze gleichwertig ist mit dem Antisemitismus und Antiziganismus im dritten Reich.
Sie schreiben:
Herr Danner:
“Wie Sie sicherlich wissen, gestaltete sich die Verfolgung von Juden, Sinti und
Roma, sowie anderen Minderheiten in mehreren Phasen. Erst die letzte Phase war
die Vernichtung. Die erste Phase dagegen begann mit Boykottaktionen und
Schmähungen. Ein Sündenbock für das Elend der Deutschen war gefunden worden.
Diese erste Phase ist durchaus mit den heutigen Verleumdungs- und Hetzkampagnen
gegen die Waffenbesitzer vergleichbar, denn “ein Sündenbock wurde gefunden”,
“staatliche Restriktionen folgten” (unmittelbar und ohne sachliche Grundlage)
und in den Medien wurde “massiv gegen die Schützen und Jäger gewettert”.”
Herr Präg:
“Dass Sie als Historiker auf meinen Vergleich abheben vereinfacht die Antwort, denn von Ihnen kann ich dann erwarten, daß Sie die unterschiedlichen Phasen der damaligen Zeit kennen.”
Selbst wenn man nun die Phasen des Deutschen Rassenwahns einzeln betrachten wollte, würde man zu dem Schluss kommen, dass bereits 1933 die ersten Konzentrationslager aufgebaut wurden politische Gegner in diese gesperrt wurden. 1936 folgten dann die ersten Homosexuellen und auch andere mißliebige Minderheiten. In dem von ihnen beschriebenen Jahr 1939 wurden dann auch Massenhaft Roma, Sinti und Juden eingesperrt.
1938 gab es die als “Reichskristallnacht” bekannten Novemberprogrome.
1933 wurden jüdische Geschäfte boykottiert und SA Männer zerstörten auch dieselben. Zudem wurde begonnen die Beamtenschaft zu “arisieren”.
Bisher klopfte noch niemand bei uns zu Hause um uns zu demütigen. Niemand warf eine Scheibe ein. Niemand zündete unsere Jagdhütte an.
Die Debatte um das WaffG mag emotionalisiert sein, jedoch habe ich mich inhaltlich in keinem meiner Schreiben auf irgendeine Position bezogen und ich kann nicht nachvollziehen, warum sie mir selbiges vorwerfen.
Meine Intetion war einzig und alleine sie darauf hinzuweisen, dass der Vergleich, den sie anstellen nicht sein darf und auch nicht sein sollte. Sie können doch nicht ernsthaft meinen, dass ihre Situation mit der der Minderheiten 1939 vergleichbar ist. Das spottet doch der Opfer des Nationalsozialismus. Das hat mit meiner Zugehörigkeit zur SPD auch in keinster Weise etwas zu tun. Ich wies sie auch nur auf diese hin, um zu verhindern, dass sie mir Täuschung oder ähnliches vorwerfen können.
Ich bitte sie nochmal ausdrücklich darum diesen Vergleich aus dem offenen Brief zu entfernen. Dies würde inhaltlich daran auch nichts ändern.
Mit freundlichen Grüßen
Julian Wiedmann
Sehr geehrter Herr Wiedmann!
Auch wenn mich der ganze Irrsinn der im Moment in Deutschland wieder mal bez. WaffG abgeht, als nicht deutscher Staatsbürger nicht wirklich etwas angeht, so kann ich es mir dennoch nicht verkneifen, einige Punkte – quasi über die Grenze hinweg – mitzuteilen.
Grundsätzlich ist das immanente Problem an der aktuellen “politschen Demokratur-Debatte” in erster Linie, dass es eigentlich im Kern nur Anscheinspolitiker (so wie die Anscheinswaffen im WaffG) gibt, welche von inhaltlichen Dingen, Zusammenhängen und in Folge von der, vom Himmel herabgeprädigten, “Inneren Sicherheit”, keine Ahnung haben. Viel mehr geht es darum, so viel Schall und Rauch zu erzeugen, dass der normal denkende Mensch an eine Naturkatastrophe, denn an den weidmännischen “Lercherlschaas” (eine winzige gaasartige Ausdünstung durch die Verdauungsorgane) denkt, um den es in Wahrheit geht (vgl. Atompilz).
In Wahrheit geht es darum, auf Kosten normal denkender Menschen, die Träume wirrer Gutmenschen auszuleben – Träume von Menschen die vermutlich in stilistisch schönen Altbauwohnungen leben und vermutlich auch irgendetwas “geistesbildendes” studiert haben.
Menschen die kein Problem damit haben, wenn Schaufenster eingeworfen und SUVs angezündet werden, aber einen moralischen Infarkt bekommen, wenn die Polizei den Knüppel zieht, weil sie vielleicht schon seit Minuten von Extremisten mit Steinen beworfen wird.
In diesem Gedankenraum wundert es micht nicht, dass es nicht gewünscht ist, dass es bewaffnete Zivilisten gibt. Dieser Wahnsinn mit Methode hat bereits dazu geführt, dass man sich in der BRD ja nicht mal mehr über Selbstverteidigung reden traut!!!
Was in anderen Ländern wie Österreich einem der Hausverstand sagt (ich lasse mich nicht ausrauben und zu Hause umbringen), ist mittlerweile zum Tabu einer ganzen Gesellschaft geworden (die Versicherung wirds schon zahlen und wennst einen Sarg brauchst, warst halt tapfer aber eben pech…)
Eine Gesellschaft die sich an Bedürfnissen für irgendeinen Schießsportschwachsinn ergeifert und sich nicht mehr normal denken traut – ich denke auch teilweise nicht mehr kann – was mich angesichts der DDR-Integration auch nicht weiter verwundert. Eben Wahnsinn mit Methode. Man hätte nur etwas lernen müssen – war halt scheinbar wiedermal (siehe 2ter Teil des Posts) nicht notwendig.
Wie es so mit Unterdrückung, Überwachnung, Freiheiten und so ausgesehen hat, müssten ja ca. 17 Mio. “neue” BRD-Staatsbürger wissen – wie man da ohne geladene Glock im Nachtkasten ruhig schlafen kann ist mir ein Rätsel. Nicht nur zuletzt wegen solch himmelschreienden Schwachsinn, wie er um das WaffG inszeniert wird. Ich meine bei solch faschistoioder Geisteshaltung – warum nicht gleich ganz Deutschland wieder einzäunen bzw. ummauern?!? Würde ja vermutlich niemand stören – erhöht ja die innere Sicherheit… ein Antieuropäischer-Schutzwall sozusagen (sorry… der musste einfach sein).
Dazu kann ich nur folgenden Denkansatz anbieten:
“Diejenigen, die ihre Freiheit zugunsten der Sicherheit aufgeben, werden am Ende keines von beiden haben – und verdienen es auch nicht.” – vmtl. Richard Jackson (nein – nicht B. Franklin)
Aber soviel nur zum Prolog – quasi um ein wenig nachdenken zu können…
Der primäre Grund für meinen Blog-Eintrag ist der, dass es neben oben erwähnten Methoden mittlerweile ebenso Usus geworden ist, aus dem Leid anderer Menschen Kapital zu schlagen.
Auf der einen Seite dadurch, dass man Anscheinspolitikern die Möglichkeit gibt, sich an dem vergossenen Blut der vielen Opfer der Massenmorde (lt. Zeitung “Ammokläufe” genannt) sich zu profilieren – ebenfalls vergessen darf man hier nicht die Dummschwätzerei über Zivilcourage wie in Münschen [nur kurz gefasst.. der gute Mann hat so gut wie alles FALSCH gemacht] – auf der anderen Seite eine der wohl grausamsten Methoden der Nachkriegszeit – die NAZIKEULE.
Ich frage mich ganz ehrlich, warum es eigentlich keinem normal denkenden Menschen schön langsam (waren ja schon ein paar Jahrzehnte) auffällt, dass, wenn man einfach nicht mehr sachlich argumentieren will – oder in den meisten Fällen / wie auch hier – nicht mehr kann, der adolfsche Totschläger kommt?!?
Ich meine, woher nehmen sich solche Menschen, das Recht, zu beurteilen, was denn wohl nun dem Leid der Millionen von toten jüdischen Mitmenschen gerecht wäre??? Das ist wohl der blanke Hohn und Gipfel der Arroganz – dazu muss man wohl Anscheinspolitiker sein.
Jeder Mensch der klar im Geiste ist, tut gut daran sich dieser Zeit bewusst zu werden und WIRKLICH daraus etwas zu lernen – Dummfug reden schent aber en vogue zu sein (bereift ja von jeder Verantwortung und Mühe).
Der Rest der Lernresistenten hat vermutlich den “Kleinen Prinz” als Lieblingsbuch und das Hoheitsrecht auf die NAZIKEULE.
Eine Schande wie wenig Verantwortungsbewusstsein und Respekt gegenüber den unglaublichen Geschähnissen des WK2 in der heutigen Zeit herrscht – auch hier: das unsägliche Leid anderer für politische Zwecke missbraucht.
Hierzu fällt mir eigentlich nur mehr Bruno Kreisky ein, mit dem Sie sicher darüber hätten diskutieren können, was er von Menschen hält, die sich am Leid anderer bereichern – ich denke das wäre eine Antwort geworden, die sich gewaschen hätte…
In der Zwischenzeit kann ich nur Hr. Kreisky zitieren und ihnen emfehlen „Lernen S’ a bisserl Geschichte [...]“.
Sehr geehrter Herr Wiedmann;
ich darf Sie daran erinnern, dass der deutsche Reichstag 1928 unter dem Kanzler Herrmann Müller (SPD!!!) bereits schon einmal ein regides Waffengesetz eingeführt hatte. Dieses Gesetz hat damals schon nicht die Hoffnungen der Autoren befriedigt, dass die illegalen Waffen im Reich weniger wurden. Es führte aber dazu, dass alle Rechtschaffenen, die kein Bedürfnis hatten, entwaffnet wurden! Dieses Gesetz kam dem 1. WK Gefreiten am 30.01.1933 sehr entgegen. Mit Widerstand auf breiter Front brauchte er nicht zu rechnen. Ab 1933 war das Waffengesetz dahingehend umformuliert worden, dass nur NSDAP Mitglieder ein Bedürfnis hatten und als Waffeninhaber unbedenklich galten. Alle anderen Deutschen wurde der Waffenerwerb verweigert! Ich möchte Sie auch daran erinnern, dass nach der KPD auch die SPD bereits noch vor dem Ermächtigungsgesetz verboten wurden!
Am 09. November 1938 fand die Reichskristall- oder wenn Sie so wollen die Reichsprogomnacht statt. Ab 11.11. 1938 mussten alle Juden in Deutschland die Rundfunkempfänger abgeben und was nicht bekannt ist, soweit sie diese noch legal besessen haben auch alle Waffen! Ca. drei Jahre später ging es nach Theresienstadt und von dort aus nach Auschwitz, Belzec, Majdanjek, Sobibor und Treblinka. Für die aller meisten Deportierten gab es keine Rückfahrkarten!
Erst nach 12 zu langen Jahren, 55 Mio Toten in Europa konnten die Ketten der Nazis – man merke auf – von aussen gesprengt werden! Dies galt aber nur auf dem Gebiet der westlichen Besatzungszonen inkl. Berlin West, auf dem Gebiet der SBZ wurden aus den Nazi Ketten Kommunistenketten. Letztere konnten erst vor 20 Jahren – Ironie der Geschichte am 09. November 1989 – erfolgreich abgelegt werden.
Aus diesem Grund heraus haben 1948 die Mütter und Väter – zum großen Teil selbst KZ durchlebt – in das GG geschrieben “Alle macht geht vom Volke aus” Art. 20 GG Abs 1. Mit anderen Worten nicht von einer Institution geht die Gewalt aus, sondern vom Volke! Für was glauben Sie, dass am 27.09.09 Wahlen zum Deutschen Bundestag stattfinden? Ferner ruft der Art. 20 GG in Absatz IV zum Widerstand gegen alle auf, die der Freiheitlichen Grundordnung feindlich gegenüber stehen. Das heißt, wir alle sind verpflichtet Nazis wie auch Kommunisten Widerstand entgegen zu bringen.
Der Widerstand ist nur möglich, wenn das Volk bei gewissen gesetzlichen Regeln auf breiter Front bewaffnet ist. Dies schreckt alle politischen Extremisten ab. Abschreckung auf hohem Niveau ist bereits eine Form des Widerstandes. Das beste Beispiel dafür ist die Schweiz.
Was wir aber machen ist angesichts des Erstarken der Linken (vormals SED!!!!!) und der NPD (vormals NSDAP!!!!!!) das Volk zu entwaffnen. damit bewahrheitet sich das Zitat von Ernst Jünger: “Ein Volk, das keine Waffen tragen will, wird Ketten tragen.” Wir sind auf dem besten Wege wieder Ketten zu tragen.
Mit freundlichen Grüßen
Johannes Fiolka
P.S.
Ernst Jünger war hoch dekorierter Schriftsteller darunter das große Bundesverdienstkreuz.
Jeder Historiker sollte aufgrund seiner Berufserfahrung wissen daß sich Geschichte wiederholt.
Immer.
Und immer wieder.
Ganz einfach, weil die “Dummen” nicht aussterben. Die “Dummen”, die sich alles gefallen lassen, die alles glauben und fressen was man ihnen von Seiten der sogenannten Obrigkeit vorsetzt. Das funktioniert seit Urzeiten und bis in alle Ewigkeit.
Aber nur, weil sich immer einige “bessere” Gutmenschen finden die den Dummen vorschreiben können was “Richtig” und was “Falsch” ist. Wenn diese Gutmenschen dann noch eine überausgeprägte Affinität zu Macht und Überlegenheit und Geld haben und diese auch ausleben wollen – ja dann werden sie oftmals Politiker. Und eine willfähige Presse hilft ihnen zu ihrem Ziel zu gelangen.
Nun ist nicht jeder Politiker automatisch ein böser Mensch auch wenn sich der Eindruck manchmal geradezu aufdrängt. Nein, es gibt selten genug auch Politiker denen das Wohl der Menschen vor ihr eigenes geht. Aber das sind schon wirklich seltene Exemplare. Nur kommen die auch nicht weiter weil sie von den anderen untergebuttert werden. Das nennt man dann “Fraktions- oder auch Koalitionszwang”.
Zurück zum Thema: Es ist halt am einfachsten die jüngste Vergangenheit zu bemühen wenn man Vergleiche aufstellen will und das muß legitim und zulässig sein. Der normale Bürger erinnert sich halt nicht weiter als ein paar Jahre. Hier gleich die Keule herauszuholen und zu sagen “nein, das darfst Du aber nicht, solche Vergleiche ziehen” zeugt von einem wenig ausgeprägten Demokratieverständnis. Unabhängig vom Beruf des Historikers der es ja sowieso besser wissen müßte, eben weil er weiß, daß sich Geschichte wiederholt.
Aber jetzt müssen wir nochmal zurück zu den “Dummen”: Nur wer Schmerzen verspürt kann sie auch beschreiben. Den “Dummen” fehlen leider die Rezeptoren dazu. Und so spüren sie nicht was im Körper “Deutschland” zur Zeit vor sich geht.
Andere, weniger “Dumme”, registrieren das aber schon. Ärzte sind leider keine vorhanden. Und so wird man wohl, wie im richtigen Leben auch, zur Selbstmedikamentation greifen müssen.
Zum Glück bin ich wohl auch ein “Dummer”. Meine Schmerzen sind noch nicht groß genug.