Waffenkontrolleur/in gesucht – Angebot der Agentur für Arbeit

2. Oktober 2009 | Von ms | Kategorie: Artikel zum Thema

ArbeitsagenturDas Ordnungsamt des Rhein-Neckar-Kreises hat füber die Bundesagentur für Arbeit fünf 400-Euro-Jobs ausgeschrieben.
Die neuen geringfügig Beschäftigten sollen Kontrollen der Aufbewahrung bei Waffenbesitzern durchführen. 

Normalerweise sollte man sich in der Krise über neue Arbeitsplätze freuen, nicht so jedoch hier. Hier werden nur unsinnige Gängelungsminijobs geschaffen, während wichtige Vollzeitarbeitsplätze im Bereich der Waffen-, Sport- und Jagdzubehörhersteller, den Büchsenmachern und den Händlern durch unsinnige Anlassgesetzgebung und Rufschädigung von Waffenbesitzern vernichtet werden.

Diese Ausschreibung bei der Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass der betreffende Landkreis rund 30.000 Euro im Jahr plus Fahrtkosten der Kontrolleure für seine Kontrollen nach dem neuen Waffengesetz veranschlagt. Es ist nicht nur zu befürchten, dass Länder und Behörden angesichts der entstehenden Kosten versuchen werden, diese auf die Kontrollierten abzuwälzen, sondern dies wurde im Gutachten der Andriof-Kommission als 43. Empfehlung bereits so gefordert. Juristisch wäre ein Gebührentatbestand allerdings kaum haltbar, da diese Kontrollen entsprechend der Gesetzesintention im öffentlichen Interesse sind und damit folglich auch von der Öffentlichkeit zu tragen sind.

Auch an diesem Beispiel sieht man deutlich wie wichtig die begonnene Arbeit, allem voran der Zusammenschluss aller Waffenbesitzer und der gemeinsame, organisierte Widerstand ist.
So sollten sich im Falle obiger Stellenausschreibung Personen aus unseren Reihen intensiv bewerben und bei der geringsten Unregelmäßigkeit im Falle einer Ablehnung notfalls auch den Klageweg beschreiten.

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Ein Kommentar auf "Waffenkontrolleur/in gesucht – Angebot der Agentur für Arbeit"

  1. Dietmar Noss sagt:

    Return of the Blockwart. A good old german tradition.
    Ich sehe schon die erste Reportage in Spiegel TV:
    - Im Morgengrauen: Stiefel auf nassem Pflastersteinen. Zwei MWK`s (Mini-Jobber-Waffenkontolleure) gehen ihrem gefährlichen Dienst für die Gesellschaft nach. Früher waren sie alleine unterwegs. Aber seit es von Seiten marodierender Jungjäger-Banden immer wieder zu feigen Übergriffen auf die mutigen Mitglieder dieser Spezialeinheit gekommen ist, werden die Hausbesuche nur noch im Doppelpack vorgenommen.
    Schon an der Gartenpforte des Jägers Max Mustermann finden die MWK`ler das erste negative Indiez: Eine Jagdzeitschrift steckt nur halb im Briefkasten des ZVW (Zu verdächtigen Waffenbesitzers). Klarer Verstoss gegen das 2011 erweiterte Waffengesetz: Nicht auszudenken, wenn diese Indizierten Schriften in die Hände vorbeigehender Realschüler fallen würden. Kontrolleur X (Name und Gesicht aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen anonymisiert) zieht gleich sein Notizbuch aus der Sturmbluse mit den schmucken Abzeichen der Einheit: Eine Pistole in einem rot umrandeten Stop-Schild.
    Schon der erste Minuspunkt für den ZVW. In taktisch korrekter Aufstellung, links und rechts der Haustür, betätigen die MWK`s die Klingel. Ungeduldig warten und lauschen Sie ins Innere des Hauses. Die Uhr zeigt 5:30 Uhr als der ZVW die Haustür öffnet und schwerverständliches von wegen Sonntagmorgen murmelt. Geordnet gehen die MWK`ler, mit gezückten Dienstausweisen an ihm vorbei und stossen sofort zum Arbeitszimmer mit dem Waffenschrank vor. Bestimmt nehmen sie den Kopf des ZVW von beiden Seiten in die Zange und halten ihn vor das Iris-Erfassungsgerät Model “Schily2″. Doch anstatt sich zu öffnen, gibt das Gerät nur einen lauten Pfeiffton von sich. Routine für die beiden Mitglieder der Spezialeinheit. Ein Blick in die vom Restalkohol geröteten Augen des ZVW genügen, um einen schweren Verstoss gegen das totale Alkoholverbot für Waffenbesitzer festzustellen. Hier hilft nichts mehr: Auch der Verweis auf seine gestrige Geburtstagsfeier können den ZVW nicht mehr vor weiteren Zwangsmaßnahmen retten:
    Schon ist der Einsatzwagen gerufen um den ZVW in ein Umerziehungslager in Mecklenburg Vorpommern zu deportieren. Sein Eigentum geht automatisch an die Stiftung zur Prävention von Amokläufen über.
    Die beiden MWK`ler sind sehr zufrieden, immerhin liegen sie diesen Monat schon fast 20 Prozent über dem vom Bundesinnenministerium geforderten Soll. Der Bezugsschein für ein pazifistisches Videospiel ist ihnen schon jetzt sicher.
    Dietmar Noss

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