Wahldesaster – offener Brief an Jana Zirra SPD

17. Oktober 2009 | Von mp | Kategorie: Öffentlichkeitsarbeit

Jana_ZirraSehr geehrte Frau Zirra!

Ihre Enttäuschung über das Wahldesaster der SPD kann ich nachvollziehen. Ausser für Sie persönlich bin ich darüber ehrlich gesagt weder traurig noch verwundert.

Nach meiner Beobachtung hat Ihre Partei und die sie repräsentierenden Politiker neben manchen anderen Problemen ein massives Glaubwürdigkeitsproblem.

Ein konkretes Beispiel unter vielen zeige ich Ihnen gerne auf:
Als einer der rund 1500 Besucher der Podiumsdiskussion zum Thema Waffengesetzgebung in Forst habe ich erlebt, wie Frau Vogt dem Publikum verkündete, dass die Forderungen nach dem Verbot des Großkaliberschießsports vom Tisch sei. Wenige Tage später hat der Genosse Hermann Scheer nach der Amoktat von Ansbach einmal mehr das Verbot von Legalwaffen in Privathaushalten gefordert, obschon dort keinerlei waffenrechtsrelevante Gegenstände zum Einsatz kamen.

Es wäre klug, wenn nicht nur Ihre Partei registrieren und akzeptieren würde, dass Sportschützen und Jäger keine hinterwäldlerischen Minderheiten sind, sondern rechtschaffene Bürger aus der Mitte unsere Gesellschaft, die nur im Rahmen von Artikel 2 Grundgesetz ihr Hobby pflegen, oder ihrer Passion nachgehen wollen.
Es sind Menschen, die täglich in ihrem Beruf stehen und Steuern und Abgaben für diese Gesellschaft erwirtschaften. Wenn Ihre Parteigenossen Mäurer, Körting, Scheer und viele andere auch, diese Menschen wie potentielle Amokläufer darstellen, so ist dies nicht nur infam und unverschämt sondern unsäglich dumm. Dumm, weil diese Bürger inzwischen nicht mehr untätig zusehen wie man sie in ihren Grundrechten beschneidet und ihnen den für Sport und Jagd erforderlichen Waffenbesitz verbieten, oder unnötig erschweren will. Es existieren inzwischen Kommunikationsnetzwerke, die schnell und ohne auf die Massenmedien angewiesen zu sein, entsprechende Informationen verbreiten. Man wusste also, warum man eine Ute Vogt in Forst nicht ernst nehmen konnte. Die Pressemitteilung der SPD von Ende April, die Inhalte von Scheers Newslettern, Steinmeiers Äußerungen zum Waffengesetz vom Frühjahr und viele Internas aus der Partei waren bestens bekannt.

Sicher und ebenfalls berechtigt hat auch die CDU / CSU aus diesem Grund Stimmen verloren. Aber insbesondere auch die SPD hatte in Jäger- und Schützenkreisen treue Wähler. Glücklicherweise haben aber alle Betroffenen genau begriffen und registriert, was SPD und CDU, von Grünen und Linken gar nicht zu sprechen, in den letzten Monaten im Rahmen der Waffengesetzgebung gemacht haben. Die legalen Waffenbesitzer sind die Diskriminierungen, die Anlassgesetzgebung und die Bücklinge gegenüber Massenmedien und Ideologen leid. Sie haben erschüttert zur Kenntnis genommen, daß sie von vielen Politikern zur persönlichen Profilierung benutzt wurden und diese zugelassen haben, daß Jäger und Sportschützen zu Opfern und ein feiger Massenmörder zum Gesetzgeber gemacht wurde.

Das folgende Zitat eines Besucher der Podiumsdiskussion in Forst, der zum Schluss ans Mikrofon trat, sei Ihnen mit auf den Weg gegeben:

“Der Schießsport und der Schützenverein sind seit Jahrzehnten ein wichtges Stück Heimat für mich. Und das lasse ich mir nicht kaputtmachen.”

Podiumsdiskussion Forst

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