Die Perfidie des Jahres

15. Januar 2010 | Von admin | Kategorie: Aktuelles

von Dr. Georg Zakrajsek - Wien

Die Geschichte kennen ja die meisten von uns schon:

Man hat in Deutschland gleichzeitig mit einer drastischen Verschärfung des Waffengesetzes eine „großzügige“ Waffenamnestie“ verkündet. Illegale Waffen durften bis Ende 2009 straflos bei der Behörde abgegeben werden. Einige Leute haben das tatsächlich getan. Dummköpfe, die ihrem Staat trotz all seiner Betrügereien immer noch vertrauen, haben das alte Zeug bei der Polizei abgegeben.

Hereingefallen! Sie wurden angezeigt, weil das Gesetz undeutlich und heimtückisch formuliert war. Abgeben ist straflos, ja, aber wenn man das selber hinbringt, ist das unerlaubtes Führen und wird bestraft. Ätsch! Das Gesetz halt nicht genau gelesen, blöder Bürger!

Ich habe selten ein boshafteres, gemeineres und widerlicheres Vorgehen einer Behörde erlebt. Man muß recht weit in der Geschichte Deutschlands zurückgehen, um Vergleichbares zu entdecken.

Allerdings glaube ich, daß die Deutschen auf so etwas nicht selber draufgekommen sind. Sie werden sich im AB Wien einige Tips geholt haben.

P.S.: Tatsächlich haben unsere Behörden Ähnliches verbrochen. Die Besitzer der Pumpguns wurden dazu verlockt, ihre Waffen registrieren zu lassen. Eigentum wurde garantiert. Als die ersten dieser Leute gestorben sind, hat man ganz einfach den Erben das Eigentum streitig gemacht und die Waffen kurzerhand entschädigungslos enteignet. Und die Gemeinheit hat der Hüter unserer Gesetze, der Verwaltungsgerichtshof, abgesegnet.

Die Deutschen haben sich also nicht zum ersten Mal etwas aus Österreich geholt.

Die Perfidie des JahresHier haben deutsche Waffenbehörden den ersten Preis gewonnen. Unbestritten. Einen Oscar der Gemeinheit und des Bürgerbetruges.

Tags: , , , ,

Schreibe einen Kommentar